Nach der Bestattung
Die Beisetzung ist ein wichtiger Schritt – aber kein Endpunkt. Trauer braucht Zeit, Raum und manchmal eine helfende Hand. Wir geben Ihnen Orientierung für alles, was danach kommt.
Unsere Haltung
Viele Bestatter verabschieden sich nach dem Trauergottesdienst. Wir nicht. Ob Sie eine Woche oder ein Jahr nach der Bestattung anrufen – wir nehmen uns Zeit für Sie.
Wir können Ihnen nicht den Schmerz nehmen. Aber wir können Ihnen Orientierung geben: bei der Frage, was nach dem Tod noch zu regeln ist, wo Sie Begleitung in der Trauer finden, und wie der Alltag danach aussehen kann.
Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu allen Themen, die nach einer Bestattung auf Menschen zukommen – von der Trauerbegleitung über den Nachlass bis zum Umgang mit Kindern in der Trauer.
Rufen Sie uns an – auch wenn die Bestattung schon länger zurückliegt. Für Fragen zu Grabstätte, Bürokratie, Trauerbegleitung oder einfach ein offenes Ohr: 0212 / 71741
Thema 1
Trauer ist kein Schwächezeichen und keine Krankheit – sie ist eine natürliche, menschliche Reaktion auf Verlust. Und doch kann sie überwältigend sein, besonders dann, wenn das Umfeld erwartet, dass man „funktioniert" oder „darüber hinwegkommt".
Professionelle Trauerbegleitung bietet einen geschützten Raum, in dem alle Gefühle – Traurigkeit, Wut, Schuldgefühle, Hoffnungslosigkeit, aber auch Momente der Freude – sein dürfen. Trauerbegleitung findet in Einzelgesprächen, in der Familie oder in Gruppen statt.
Der Bundesverband Trauerbegleitung (BVT) ist der Fachverband in Deutschland und vermittelt qualifizierte Begleiter:innen in Ihrer Nähe – alle nach definierten Qualifikationsstandards ausgebildet.
TrostHelden ist eine deutsche Online-Plattform, die Trauernde mit ähnlichem Schicksalsschlag zusammenbringt. Per einfühlsamem Matching-Algorithmus – entwickelt mit Psycholog:innen und Trauerexpert:innen – finden Menschen zueinander, die denselben Verlust kennen.
Das Angebot ist orts- und zeitunabhängig: Man öffnet sich dann, wenn man sich bereit fühlt – nicht erst dann, wenn sich die Trauergruppe trifft. Für Berufstätige, für Menschen in ländlichen Regionen, für alle, die manchmal einfach sofort jemanden brauchen.
trosthelden.de →Hospizdienste, Kirchengemeinden und Caritas bieten in Solingen und Umgebung Trauergruppen und Einzelbegleitung an. Sprechen Sie uns an – wir kennen die Angebote vor Ort und helfen Ihnen, die richtige Anlaufstelle zu finden.
Thema 2
Nach einem Todesfall kommen neben der Trauer viele bürokratische Aufgaben hinzu: Testament beim Nachlassgericht abgeben, Nachlassverzeichnis erstellen, laufende Verträge kündigen, Konten und Versicherungen regeln.
Erblotse.de bietet kostenlose digitale Checklisten, die individuell auf Ihren Erbfall zugeschnitten sind. Über einen Fragebogen erfassen Sie die wichtigsten Informationen – und erhalten klare Handlungsempfehlungen. Bei Bedarf können Nachlass-Expert:innen hinzugezogen werden.
erblotse.de →Die rechtlichen und organisatorischen Aufgaben nach einem Todesfall sind umfangreich – und treffen Menschen in einem Moment, in dem sie eigentlich Kraft für die Trauer bräuchten.
Zu den häufigsten Aufgaben gehören: das Auffinden und Einreichen eines Testaments beim Nachlassgericht, die Beantragung eines Erbscheins, das Erstellen eines Nachlassverzeichnisses, die Kündigung laufender Verträge (Miete, Strom, Mobilfunk, Abonnements), die Abmeldung bei Behörden sowie die Kommunikation mit Banken und Versicherungen.
Wir unterstützen Sie bei der Meldung des Todesfalls bei Behörden und stehen Ihnen mit Rat zur Seite – und können Sie bei Bedarf an Fachanwält:innen für Erbrecht oder Nachlass-Expert:innen in der Region weiterverweisen.
Ein Testament muss unverzüglich beim Nachlassgericht abgegeben werden. Das Erbe kann innerhalb von sechs Wochen nach Kenntnis des Erbfalls ausgeschlagen werden. Warten Sie nicht zu lang.
Thema 3
Kinder gelten oft als die vergessenen Trauernden. Dabei können selbst kleine Kinder den Verlust spüren – auch wenn sie das Konzept des Todes noch nicht vollständig verstehen. Laut Pädagogin Anika Waschkawitz können Kinder nicht dauerhaft vor Verlusterfahrungen geschützt werden. Wichtig sei, einen gesunden Umgang damit zu ermöglichen.
Manche Kinder drücken ihre Trauer auf ihre eigene Weise aus: „Opa ist nun im Himmel" oder „Oma wohnt jetzt auf dem Friedhof." Das ist kein Zeichen mangelnden Mitgefühls – es ist kindliche Bewältigung. Kinder brauchen keine richtigen Worte, sondern Ehrlichkeit und Nähe.
Mechthild Schroeter-Rupieper vom Institut für Familientrauerbegleitung betont: Egal welche Entscheidung Sie für Ihr Kind treffen – das Wichtigste ist, dass der Tod kein Tabuthema wird.
Es gibt keine allgemeine Antwort – jedes Kind ist anders. Wenn Sie das Gefühl haben, es könnte helfen: es ist eine schöne Geste. Wenn es zu belastend wäre: es ist vollständig in Ordnung, Kinder zu Hause zu lassen.
Wenn Kinder mitkommen, bereiten Sie sie vor: Erklären Sie in einfachen Worten, was bei der Feier passiert und warum es ein wichtiger Moment des Abschieds ist. So werden Kinder nicht überfordert und können auf ihre Weise Teil des Gedenkens sein.
Das Institut für Familientrauerbegleitung sowie der Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister (VEID) bieten spezialisierte Beratung und Materialien für Familien mit Kindern in der Trauer. Sprechen Sie uns an – wir helfen Ihnen, die richtige Anlaufstelle zu finden.
Thema 4
Die Auflösung eines Haushalts nach einem Todesfall ist emotional und organisatorisch belastend. Gleichzeitig laufen Fristen: Mietverträge müssen gekündigt, Einrichtung geregelt, persönliche Gegenstände sortiert werden.
Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen – aber behalten Sie die wichtigsten Fristen im Blick. In vielen Fällen können Vermieter und Behörden um Verlängerungen gebeten werden, wenn Sie die Situation ehrlich kommunizieren.
Nicht alles muss entsorgt werden. Möbel und Haushaltsgegenstände können gespendet, verschenkt oder über Flohmärkte weitergegeben werden. Manchmal sind es gerade die alltäglichen Dinge, die für Angehörige und Freunde bedeutsam sind.
Wir können Ihnen keine Entrümpelung abnehmen – aber wir können Ihnen helfen, einen klaren Kopf zu behalten. Auf Wunsch vermitteln wir Ihnen zuverlässige regionale Dienstleister für Haushaltsauflösungen in Solingen und Umgebung.
Wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen: Beginnen Sie mit dem Wichtigsten. Sichern Sie zunächst Dokumente, Wertgegenstände und persönliche Erinnerungsstücke. Alles andere hat Zeit.
Ausweis, Testament, Versicherungsunterlagen, Kontoauszüge, Rentenbescheide.
Kündigungsfristen beachten – in der Regel 3 Monate. Vermieter frühzeitig informieren.
Strom, Gas, Internet, Mobilfunk, Zeitschriften, Fitnessstudio – Todesurkunde genügt meist als Nachweis.
Erst dann, wenn die persönlichen und rechtlichen Dinge geregelt sind.
Thema 5
Unsere tierischen Begleiter sind für viele ein Teil der Familie. Der Abschied von einem Haustier fällt nicht weniger schwer als andere Verluste – auch wenn das gesellschaftlich manchmal anders wahrgenommen wird.
Zu sehr hat man sich an das sanfte Anstupsen, die morgendlichen Spaziergänge oder das vertraute Schnurren gewöhnt. Wenn diese fehlen, hinterlassen Tiere in unseren Herzen eine Lücke, die nicht so einfach zugehen will.
Der Tierfriedhof Solingen auf der Burger Landstraße hat es sich zur Aufgabe gemacht, in diesem Fall eine helfende Hand zu bieten und Sie beim Loslassen zu unterstützen – ob bei der Beisetzung vor Ort oder der Begleitung zum Tierkrematorium.
Infobroschüren und Visitenkarten des Tierfriedhofs liegen in unserer Filiale in Ohligs aus und können kostenfrei mitgenommen werden.
Der Tierfriedhof Solingen auf der Burger Landstraße bietet Beisetzungen vor Ort sowie die Begleitung zum Tierkrematorium an. Die Mitarbeiter haben sich auf alles, was man für den würdevollen Umgang mit Haustieren wissen muss, spezialisiert.
Informationsmaterial liegt kostenfrei in unserer Filiale in der Schwanenstraße 44 aus.
Der Verlust eines Tieres verdient denselben Respekt wie jeder andere Verlust. Sprechen Sie offen darüber – und suchen Sie sich die Unterstützung, die Sie brauchen.
Thema 6
Die Grabstätte ist für viele Angehörige ein wichtiger Ort des Gedenkens – ein Platz, an den man zurückkehren kann. Die Pflege dieser Stätte kann Trost spenden, kann aber auch zur Last werden.
Bei der Gestaltung lohnt es sich, von Anfang an an die Langfristigkeit zu denken: Mehrjährige, winterharte Pflanzen erfordern weniger Aufwand als saisonale Bepflanzung. Regionale Floristik ist nicht nur nachhaltiger, sondern auch pflegeleichter.
Wer sich die Grabpflege nicht zutraut oder nicht möchte – sei es aus gesundheitlichen Gründen, weil man weit entfernt wohnt, oder einfach weil man sich diese Last nicht aufbürden will – kann diese Aufgabe an Friedhofsgärtner oder Floristen abgeben. Wir helfen Ihnen dabei, zuverlässige Ansprechpartner in Solingen zu finden.
Das altkatholische Kolumbarium in unserem Haus des Abschieds ist eine würdevolle Alternative für alle, die keine Grabpflege wünschen oder können. Die Nische im wettergeschützten Innenraum ist 24 Stunden zugänglich – an jedem Tag im Jahr.
Mehr zum Kolumbarium →Jahreszeitliche Blumen aus der Region, winterharte und mehrjährige Pflanzen, Verzicht auf Plastik bei Grabbeigaben – kleine Entscheidungen, die die Grabstätte pflegeleichter und umweltfreundlicher machen. Wir beraten Sie gerne.
Wir sind für Sie da
Auch wenn die Bestattung schon länger zurückliegt: Wir nehmen uns Zeit für Sie. Kein Anliegen ist zu klein.